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Das war der Waldkongress 2026 in Bern

Das war der Waldkongress 2026 in Bern - STIFTUNG WASSER
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Der 3. nationale Schweizer Waldkongress fand am 19. August 2026, von 9- 16 Uhr im Rathhaus Bern statt. Organisator der Verantstaltung war der Verband WaldSchweiz. 

Unter dem Hauptthema "Jekami im Wald- Stößt das freie Betretungsrecht an seine Grenzen?" wurden die Waldnutzungsrechte aus mehreren Blickwinkeln betrachtet. Bekannt ist hierbei, dass der Wald niemandem gehört und jedermann ihn frei betreten kann. Seit dem Beschluss des freien Betretungsrechtes im Jahr 1912 (als Errungenschaft des Zivilrechts) wird der Wald um einiges mehr in Anspruch genommen. Ebenso haben sich die Nutzungsgruppen und Bedürfnisse seitdem deutlich verändert. So trifft das Leitthema des Kongresses nicht nur forstwirtschaftlichen Akteure, sondern auch die Hobbysportler, die Bildung (z.B. Waldkitas), den Naturschutz, sowie jene, die den Wald als Erholungs- und Erlebnisort nutzen. 

Diskutiert wurde dabei unter diesen Leitgedanken der aktuelle Nutzungsdruck auf den Schweizer Wald und die Frage, ob das gesetztlich verankerte Betretungsrecht noch aktuell ist oder Anpassungen nötig sind.  

Daneben stand die Frage im Raum, welche Möglichkeiten Schweizer Waldeingentümer haben, das Betretungsrecht in konkreten Situationen (Naturschutz, Holzernte, Übernutzung) punktuell einzuschränken. 

Der gemeinsame Fokus lag auf einvernehmlichen Lösungsansätzen zwischen Waldbesitzenden, Forstwirtschaft und der breiten Öffentlichkeit. 

Unter diesen Aspekten und dem Aufhänger "Freies Betretungsrecht bedeutet nicht grenzenlose Nutzung" wurden folgende Lösungsansätze diskutiert:

  1. Besucherentlenkungen: Klare Kanalisierung von Sportarten, z.B. Bikertouren, um Ruhezonen für Waldtiere zu sichern. 
  2. Rechtliche Präzisierung: Lokale Reglementen und zeitlich begrenzte Weggebote bei Sensibilität (Natur-/Schutzwald) oder Forstarbeiten.
  3. Finanzielle Ausgleiche: Diskussionen über Abgeltungen für Waldeigentümer, wenn diese Erholungsangebote für Waldbesucher bereitstellen.  
  4. Sensibilisierung: Stärkung der Eigenverantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme statt reiner Verbote. 

Zusammenfassend schließt der WaldKongress die Lücke als Wissens- Austausch- und Netzwerkanlass für Akteure aller Stufen des Schweizer Waldes. Als nationale Plattform hilft der Waldkongress, Netzwerke zu formen, die der Wald- und Holzbranche Nutzen und Mehrwert bringen. 

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