In der vergangenen Juliwoche fand vom 12.07.- 18.07. eine sich wiederholende Mitmach-Aktion im Rahmen des Bergwaldprojekts e.V. statt. Das gemeinsame Thema in diesen Tagen war der Waldumbau im Fichtensterben. Hierbei wurden gemeinsam junge Laubgemetzel (Buchen und Eichen) gepflanzt und gepflegt, um den extrem geschädigten Harzwald in einen stabilen und lebendigen "Zukunftswald" und Trinkwasserspeicher umzuwandeln.
Das Bergwaldprojekt e.V. basiert komplett auf ehrenamtlichen Engagement. Dabei arbeiten Freiwillige Helfer eine Woche lang direkt im Wald, um dabei zu unterstützen, die Wälder zu stabilisieren und den naturnahen Waldumbau voranzutreiben.
Wie genau gestalten sich diese Mitmach-Aktionen im Wald?
Die verschiedenen Einsatzbereiche für die Mitwirkenden unterscheiden sich hauptsächlich in drei thematische, klassische Projektwochen mit forstlichen und ökologischen Aufgaben.
Eine der Kernaufgaben sind der Waldumbau und Pflanzungen. Um monotone Fichtenmonokulturen in Mischwälder umzuwandeln, werden standortheimische Baumarten, wie Buchen oder Eichen unter schützende Nadelholzbestände gepflanzt.
Im Bereich Biotop- und Artenschutz werden alte Hutewälder freigestellt, gemeinsam aufkommende Gehölzer in Mooren entfernt und Auerhahn-Biotope im Schwarzwald oder im Harz gepflegt. So kann der Lebensraum bedrohter Arten gesichert werden.
Andere Arbeitsfelder sind der Erosion-und Lawinenschutz, sowie die Moor- und Bachrenaturierung, da Wald und Wasser zusammen gehören. Hier werden Schutzverbauungen aus Holz und stabilisierende Hänge gebaut, sowie Entwässerungsgräben per Hand geschlossen, damit das wertvolle Wasser im Wald bleibt.
Die Mitmach-Aktionen sind als Gemeinschaftserlebnis konzipiert, in einer Woche arbeiten meist 15-20 Freiwillige allen Alters zusammen.
Für die Unterkunft und Verpflegung wird ebenfalls gesorgt: Übernachtet wird zumeist in einfachen Waldhütten, Forsthäusern oder Zeltlagern. Gekocht wird gemeinsam, mit einem besonderen Vermerk auf rein biologische, vegetarische und regionale Kost.
Es wird bei fast jedem Wetter gearbeitet, das notwendige Werkzeug wird gestellt. Angeleitet werden die Gruppen von ausgebildeten Projektleitern und lokalen Förstern. Neben der körperlichen Arbeit ist einmal pro Woche ein Exkursionstag mit den Förstern fest eingeplant.
In den letzten Jahren hat der Verein seine Mitmach-Angebote erweitert: Familienwochen, Uniwochen und Waldschultage sind neben den klassischen Projektwochen erlebbar.
Die Teilnahme an den Projektwochen ist für die Freiwilligen im Gesamten kostenlos. Das Projekt finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse der Forstbetriebe.