Seit 1997 wird jährlich am 02. Februar der ´Welttag der Feuchtgebiete´ (World Wetlands Day) gefeiert. So wird auf die ökologische Bedeutung der Moore, Sümpfe, Auen und andere Feuchtgebiete hingewiesen und deren Schutz auf die Prioritätenliste gesetzt. Entstanden ist dieser Gedenk- und Aktionstag durch die Erinnerung an die Unterzeichnung der ´Ramsar- Konvention` am 02. Februar 1971. Diese beschreibt das "Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung", in Bewusstheit derer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Wasser- und Watvögeln. Etwa 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten leben und brüten in den Feuchtwiesen unserer Erde.
Zu den Feuchtgebieten gehören bekannterweise Feuchtwiesen, Moor- und Sumpflandschaften, Flussauen, Seen, sowie auch Küstengebiete wie Salzwiesen und Seegraswiesen. Unsere Erdoberfläche ist in etwa zu 6 Prozent von Feuchtwiesen bedeckt, ihre Bedeutung ist dennoch deutlich höher.
Dieses Jahr stand der Aktionstag unter dem Motto "Feuchtgebiete und traditionelles Wissen- das kulturelle Erbe feiern" und zeigte sich weltweit und regional in spannenden Aktivitäten und Maßnahmen.
In Schrems (Österreich) wurde das UnterWasserReich zum Treffpunkt für Naturbegeisterte und Familien. Ebenso gab es ein Vernetzungstreffen im Zeichen des Projekts "Wetland City Schrems 2028".
In Deutschland am Bodensee nutzte der Globul Nature Fund (GNF) den Weltaktionstag, um für den Schutz der Ökosysteme zu werben und einen Aufruf zu starten: Deutsche Städte wurden motiviert, sich als `Wetland City` (Feuchtgebiets-Stadt) zu bewerben. Diese ist eine internationale Auszeichnung für Kommunen, die ihre städtischen Feuchtgebiete vorbildlich schützen.
Viele Naturschutzverbände boten Wanderungen an, in denen besonders die Bedeutung der Feuchtgebiete und Moore für den CO2 Haushalt betont wurden. Aufgrund ihrer hohen Speicherkapazität von Kohlenstoff werden diese als ´CO2- Superhelden` bezeichnet.
Passend zum diesjährigen Motto wurde auf das weltweite kulturelle Erbe hingewiesen. Betont wurde hierbei, wie altes Wissen bezüglich traditioneller Bewässerungstechniken zur Erhaltung von Küsten und Flüssen beitragen kann.