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Zukunftswald Unterschönau

Zukunftswald Unterschönau - STIFTUNG WASSER
https://www.bergwaldprojekt.de/projekte/zukunftswald-unterschoenau/bildergalerie

Das Bergwaldprojekt, ein Gemeinschaftsprojekt der Umweltstiftung Greenpeace und des Bergwaldprojekts e.v, feiert über 35 Jahre Bestehen und ist eines der größten Citizen-Science Projekte und Mitmach-Initiativen im DACH Raum. 

Deutschland leidet unter großen Waldverlusten, durch klimatische Veränderungen und naturfern bewirtschaftete Wälder. Aufgrund jahrhunderte langer Übernutzung der Wälder durch den Menschen, ist der Thüringer Wald und das Thüringer Mittelgebirge überwiegend geprägt von labilen Fichten-Monokulturen. (ebenso weitere Teile deutscher Wälder)

Das Projekt Zukunftswald Unterschönau verfolgt das Ziel, die nach 2020 erworbenen, degradierten Wälder, nach Leitlinien der naturnahen Waldnutzung zu entwickeln und zu verändern. Angestrebt werden hierbei die ökologische Gesundung, sowie die ökonomische Aufwertung der Wälder. Der Zukunftswald umfasst heute eine Waldfläche von 280ha im Mittleren Thüringer Wald. 

Das gesamte Konzept richtet sich nach langjährigen, internationalen Studien und Erkenntnissen praktischer Erfahrungen, die zeigen, dass sich natürlich entwickelnde Waldgesellschaften stabiler und anpassungsfähiger sind.

An über 100 Einsatzorten in ganz Deutschland (Thüringer Wald, Harz, ...) werden Projektwochen organisiert, bei denen Freiwillige, Schulklassen und Unternehmen aktiv den Wald umbauen und die "Schaufel in die Hand nehmen" können. Dabei geht es weg von den anfälligen Fichten-Monokulturen, hin zu standortheimischen Mischwäldern. Das Ziel ist ein naturnaher Dauerwald und seine wichtigste Eigenschaft und Fähigkeit: Wasser in der Landschaft zu halten. 

Vier Säulen zeichnen den Zukunftswald aus:

  1. Radikale Vielfalt statt risikostreuende Monokulturen
  2. Das Gesetz des Lebendigen Bodens (Der "Schwamm): Schwere Maschinen, die den Waldboden verdichten und die Bodendiversität zerstören, sind tabu. 
  3. Ungleichaltrigkeit als Vielfalt: Uralte Riesen, mittelhohe Bäume und winzige Sämlinge auf demselben Hektar.
  4. Totholz als Wasserspeicher

Jeder kann tatkräftig unterstützen. Arbeiten wie der Bau von Wildschutzzäunen, Waldpflege, der Bau von Jagdeinrichtungen, Maßnahmen zum Wasserrückhalt, uvm. werden im Rahmen der naturnahen Waldnutzung regelmäßig durchgeführt. 

Das Bergwaldprojekt stemmt 2026 insgesamt 172 Projektwochen an 95 Orten mit über 5000 Freiwilligen. 

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